Pinhole Zoomobjektiv im Test

Heute habe ich mir ein wenig Zeit genommen, das selbst gemachte Objektiv zu testen (siehe meinen vorherigen Beitrag).

Montiert auf der Kamera Ansicht von vorne:

Pinhole Zoom Objektiv von vorne

 

Die Ansicht von hinten:

Pinhole Zoomobjektiv von hintenIch wusste ja gar nicht, dass das kleine Panasonic Objektiv auf meiner MFT-Kamera so ein schönes Lens Flare macht. :)

Nun aber zu den Fotos, die ich mit der Anordnung gemacht habe. Chamonix ganz zusammengestaucht, ergibt ca. 30 mm Brennweite und ist eigentlich für das 0.5 mm Pinhole eher zu weitwinklig. Das Pola hat mich sehr überrascht. Dar Kontrast war wegen der prallen Sonne brutal und ich konnte nicht wirklich croppen, da ich zu wenig gesehen habe auf der Mattscheibe. Dass man die Kamera rechts unten als Schatten sieht, ist somit reines Glück.

20140824-130609Mit einem 0.5 mm Pinhole hat man idealerweise eine Brennweite von ca. 150 cm:

20140824-15210720140824-152322 Die Resultate haben mich sehr überrascht. Bis jetzt war ich mir gewohnt, eher grössere Vignettierungen bei Lochkameras zu erhalten. Die kann ich aber hier nicht entdecken. Die Bilder wirken fast zu gut für eine Lochkamera.

Dafür hat das Panasonic 20mm MFT Objektiv einen gehörigen Lens Flare, den ich in Zukunft sicherlich weiter erkunden möchte. :)

Das Design des Lens Board würde ich in folgenden Punkten anpassen:

  • Ergänzen um einen Schieber als Verschluss
  • Montage Lochblende von hinten und Auflage vorne, so entstehen keine Überhänge beim 3D Druck
  • Kleines Griffchen, damit man das Lensboard einfach nach vorne ziehen kann und nicht von hinten stossen muss.

Pinhole Zoomobjektiv für Grossformatkamera

Vor einiger Zeit habe ich mir auf ebay ein „Laserdrilled Pinhole 0.5mm“ auf einem kleinen runden Plättchen montiert ersteigert. Das wollte ich mit meiner Chamonix 4×5 Kamera benutzen. Meine mehrmaligen Versuche, eine Linhof Objektivplatte ohne Loch zu kaufen, scheiterten leider so dass ich mich entschloss, die Objektivplatte selber zu machen. In OpenSCAD designte ich die Platte.

linhofpinhole

Über www.3dhubs.com liess ich die Objektivplatte auf einem Ultimaker 2 bei Stefan printen.

Foto 2

Die Qualität hat mich sehr erstaunt und ich bin schon ein bisschen stolz auf mein erstes selbst erstelltes 3D Objekt. Die Lochblende habe ich mit schwarzem Heisskleber  eingeklebt. Montiert auf meine Chamonix habe ich nun eine Pinhole Zoomkamera.

Die Blende rechnet sich über den Abstand Film zu Pinhole (=Brennweite):

Blende = Brennweite in mm / 0.5 mm

Bei 5 cm Brennweite ergîbt das eine Blende von 100, bei 10 cm Brennweite eine Blende von 200.

Auf die Chamonix montiert macht das einen guten Eindruck. Am Wochenende möchte ich einen ersten Test machen, bei dem sich dann zeigt, ob alles lichtdicht ist.

 

Ferienworkflow mit Photo Mate R2

In die Ferien nehme ich gerne das kleine Besteck mit:

– Olympus OM-D E-M5 anstelle der Fullframe DSLR
– Android-Tablet mit TotalCommander und Photo Mate R2 statt Notebook mit Lightroom

1. Fotos (RAW) machen :)
2. SD-Card Reader an Tablet anschliessen und Karte einschieben
3. Bilder kopieren mit TotalCommander auf die MicroSD Karte im Tablet
4. Reader entfernen
5. In der Schnellansicht von Photo Mate Sterne vergeben, zu löschende Bilder rot flaggen

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6. Fotos mit roten Flaggen löschen
7. Nach belieben mit der Entwicklung der RAWs arbeiten. Ich kontrolliere hier vor allem bei kritischen Lichtsituationen den Spielraum fürs Posprozessing. Photo Mate bietet hier sehr viel und man kann auch JPEGs aus den RAW-Dateien entwickeln. In den Ferien widme ich mich aber lieber der Familie. :)

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8. Gehe zu 1., wenn Du noch in den Ferien bist :)
9. Fotos inkl. den von Photo Mate erstellten XMP-Dateien auf Notebook kopieren
10. Import in Lightroom: Bewertungen werden mit übernommen, Entwicklungseinstellungen von Photo Mate nicht
11. Übergang zu normalem Workflow: Fotos mit mindestens 3 Sternen nachbearbeiten

Erfahrungen mit dem Workflow:
– das Anschauen der schon vorselektierten Fotos auf dem Tablet macht der ganzen Familie Freude
– die Nacharbeit zu hause vereinfacht sich

Lesetip für den Einstieg in die eigene Filmentwicklung

Letzthin bin ich beim Surfen auf das Praxisbuch Schwarzweiss-Labor von Reinhard-Merz gestossen. Hier findet man viele Tips, die insbesondere für den Einsteiger sehr anschaulich beschrieben werden. Eine wirklich empfehlenswerte Lektüre und erst noch gratis. Zu finden unter http://www.fotoespresso.de/SW-Magazin/Praxisbuch-Schwarz-Weiss-Labor_Reinhard_Merz.pdf.

Diafilm entwickeln (E6 Prozess)

Am letzten Wochenende habe ich das erste Mal einen Diafilm selber entwickelt:

  • Fuji Provia 100F als 120er Rollfilm
  • Tetenal Colortec 3-Bad Entwickler

Im Vergleich zu C41 dauert der Prozess wesentlich länger:

  • zwischen den Bädern muss immer mit Wasser gespült werden
  • die einzelnen Prozessschritte dauern auch länger

Die Dias waren gut entwickelt. Beim Einscannen habe ich dann bemerkt, wie viel kleiner der Kontrastumfang gegenüber Farbnegativfilmen ist. Da hat man definitiv weniger Spielraum. Weitere Experimente (Crossentwicklung, Grossformat) werden folgen, für ‚wichtige‘ Fotos setze ich aber weiterhin auf meine Kodak Portras oder auf Digital.

201400511_FujiProvia_100f_9 201400511_FujiProvia_100f_10

Adox CMS 20 in ADOTECH II

Meine ersten Versuche mit ADOX CMS 20 in Rodinal haben mich nicht sehr überzeugt. Ich wollte dem Film eine weitere Chance geben und habe folgende Hinweise aus dem Internet berücksichtigt:

  • Besser mit ISO 12 oder gar noch weniger belichten.
  • Adotech II als Entwickler verwenden

120er Rollfim in ein 4×5 Back für 6×12 Fotos eingespult, an meine Chamonix montiert und mittels eines Nikkor 75/4.5 mit verschiedenen Blenden fotografiert. Ein Foto habe ich aus Versehen extrem überbelichtet, das scheint den Film aber nicht zu stören. Vermutlich passen ISO 6 oder gar ISO 4 auch noch ganz gut:

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Fortsetzung Werbefotos für Kosmetikstudio

Schon einmal durfte ich für das Kosmetikstudio Beauty Lounge Excellence Fotos für die Webseite erstellen. Die Fotos haben gefallen und so durfte ich ein paar weitere Fotos erstellen. Sie sollen die Inhaberin im Kundengespräch, bei der Produktberatung und beim Öffnen der Türe zeigen. Das Studio hat schöne, hohe Räume mit vielen Fenstern, so dass ich mich darauf gefasst machte, gegen helles Licht antreten zu müssen. Das ganze sollte dann irgendwie noch natürlich aussehen und zu den Farben der Webseite passen. Und dann war da noch der spiegelnde Tisch…

Die wichtigsten Zutaten für die Fotos waren dann:

  • eine Graukarte für konsistente Farben
  • eine grosse Octabox (122 cm)
  • ein Studioblitz 300W
  • ein Polarisationsfilter zur Kontrolle der Tischspiegelungen
  • Lightroom für einen warmen Weissabgleich und das Cropping

Das Licht hat mir so gut gefallen, dass ich nur etwa 25 Prozent des mitgebrachten Equipments benötigt habe.

Hier nur ein kleiner Teaser, mehr Fotos von mir (und anderen Fotografen) findet Ihr auf der Webseite Kosmetikstudio Beauty Lounge Excellence.

Beratungsgespräch

Beratungsgespräch

Doppelt gemoppelt…

Neben meinen Farbfotos habe ich auch TMAX 400 Schwarzweissfilm verwendet mit der Lochkamera. Dabei vergass ich anscheinend einmal, das Filmrückteil zu wenden, so dass es zu einer Doppelbelichtung gekommen ist. Nun ja, man könnte das ja auch als Kunst bezeichnen: gleichzeitige Darstellung verschiedener Perspektiven in einem Bild. Ich betrachte es als einen Irrtum mit interessantem Ergebnis. :)

doppelt gemoppelt

doppelt gemoppelt – Kettenbrücke in Aarau

 

Tag der Lochkamera: 27. April 2014

Am 27. April ist es wieder einmal der Tag der Lochkamera.

Vor einem Jahr berichtete ich zu diesem Thema:

Bin glatt versucht, auch einmal Farbfilm in der Kamera zu verwenden. Wenn nur die Filme nicht so teuer wären…

Nun, ich habe es also wirklich getan und zwei Kodak Portra 400 4×5 ‚geopfert‘.:) Schon erstaunlich, was man aus einer Lochkamera rausholen kann. Meine noon pinhole Kamera hat einen Nachteil: sie kann keine Internationalen Rückteile verwenden. Dafür gäbe es die Marquardt International Pinhole, aber die sprengt mein Budget. :) In Planung ist jedoch ein Loch für meine Chamonix. Damit hätte ich dann auch gleich ein Zoom. :)

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